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Wände und Decken:

Als Wände bezeichnet man jene vertikalen Bauteile eines Hauses oder eines Gewerbebaus, die die Abgrenzung zwischen den einzelnen Räumen bilden. Eine Wand wird in der Regel auf das Fundament bzw. auf eine darunter liegende Deckenkonstruktion aufgesetzt. Der obere Abschluss erfolgt ebenso durch eine Deckenkonstruktion bzw. bei Dachausbauten, auch durch die aufgesetzte Dachkonstruktion. Wände sind konstruktiv so auszubilden, dass darin auch die Öffnungen für Fenster und Türen untergebracht werden können.

Auf die Konstruktion der Wände und die eventuell darauf wirkenden Lasten bzw. die weiteren Funktionen des Wärme- und Schallschutzes ist besonders bei Umbauarbeiten Rücksicht zu nehmen. 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:

Tragende Wände: Neben der Raumabgrenzung haben diese im Wesentlichen die Funktion die vertikalen Lasten des Gebäudes in die Fundamente abzuleiten. Zusätzlich übernehmen sie auch die Aufgabe, die Windlasten die auf das Gebäude wirken aufzunehmen. Dazu sind oft auch noch aussteifende Wände erforderlich. Tragende Wände haben immer auch die Funktion der Schall- und Wärmedämmung.

Eine besondere Art der Ausführung von Wänden sind die Trennwände: Diese haben je nach Anordnung weitere Aufgaben: Z.B.: Wohnungstrennwand, Gebäudetrennwand bzw. Brandschutzwand, Feuermauer. Sie können als Tragende Wände oder als NIchttragende Wände ausgeführt werden.

Zwischenwände: Es handelt sich dabei um reine Raumabgrenzungen von selbständigen Gebäudeeinheiten. Zusätzlich übernehmen diese Wände die Aufgabe der Schall und Wärmedämmung zum Nachbarraum hin. Es handelt sich in der Regel um Nichttragende Wände, die, auf die Unterkonstruktion keine Gebäudelasten sondern nur ihr Eigengewicht ableiten.

 

Als Decken bezeichnet man bei Häusern und Gebäuden des Gewerbebaus meistens horizontale Bauteile, die die Räume nach oben hin abschließen und gleichzeitig Punkt- Linien- und Flächenlasten aus dem darüber liegenden Bereich übernehmen können. Decken leiten diese darüber liegenden Lasten und auch ihr Eigengewicht in die darunter angeordneten tragenden Wände ein.

Die darüber liegenden Lasten können bei einer Geschoßdecke als weitere Wand- und Stützenlasten sowie auch als Nutzlast, die sich aus der Raumnutzung des oben angrenzenden Geschosses ergibt, definiert werden.

Bei Decken die nach oben hin den Gebäudeabschluss bilden, wirken die Lasten aus der Dachkonstruktion, zusätzliche Lasten infolge Wind und Schnee sowie den Lasten, die aus Dachaufbauten und der Notwendigkeit einer Begehbarkeit resultieren.

Eine weitere Funktion der Decken ist genauso wie bei den Wänden der Schall- und Wärmeschutz sowie der Brandschutz.

Materialien und Konstruktonsarten von Decken:

Stahlbetondecke: Diese Deckenart hat heute die meiste Verbreitung und wird sowohl beim Bau von Einfamilienhäusern, bei Wohnhäusern und im Gewerbe- und Industriebau verwendet.

Der Besondere Vorteil liegt in der leichten Anpassung an schwierige Grundrissverhältnisse und Auflasten.

Bei regelmäßigen Grundrissen werden oft Stahlbetonfertigteile verlegt. Je nach Ausführung werden diese dann noch mit einer Aufbetonschichte versehen.

Ziegelfertigdecken: Diese werden vor allem beim Bau von Einfamilienhäusern bzw. kleineren Mehrfamilienhäusern deren Wände auch aus Ziegel errichtet sind, verwendet. Je nach Belastung werden Ziegelfertigdecken mit Aufbeton versehen oder es werden nur die Fugen mit Beton vergossen. Ziegelfertigteildecken haben in regelmäßigen Abständen einen Betonkern mit vorgepannter Stahldrahtarmierung und kommen somit ohne Aufbeton aus und sind sofort belastbar.

Ziegelfertigdecken ohne Aufbeton sind für den biologischen Wohnbau besonders geeignet. Der Nachteil der Ziegelfertigdecken besteht gegenüber den Stahlbetondecken in einem geringeren Schalldämmmaß.

Holzdecken: Diese werden bei Häusern aus Holz bzw. Fertigteilhäusern in Leichtbauweise gerne verwendet. Zu beachten ist, dass entsprechende Schallschutzmaßnahmen zu treffen sind und dass Vorkehrungen für den Brandschutz getroffen werden müssen.

Stahlprofildecken: Diese haben für den Bau von Einfamilienhäusern bzw. generell für Wohnhäuser kaum Bedeutung und werden vorweigend im Hallen-, Industrie- und Gewerbebau angewendet. Der Vorteil liegt in der vor allem in der kurzen Bauzeit von Stahltragwerken.