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Heizsysteme:


Präambel: Die EU-Richtlinie:
Durch das Europaparlament wurde eine neue Richtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden verabschiedet. Alle Mitgliedstaaten müssen ihre Bauvorschriften dahingehend adaptieren, dass alle Gebäude, die nach dem Jahr 2020 errichtet werden, hohen Energiesparvorgaben entsprechen. Vorhandene Gebäude müssen, soweit durchführbar, an die neuen Vorgaben andaptiert werden. Nach 2020 soll der Energieverbrauch neuer Häuser gegen Null gehen.
 
 
Heizsysteme unterscheidet man grundsätzlich nach der Art der Energieträger und zwar nach: 
Nicht erneuerbare Enenergieträger: Dabei handelt es sich um fossile Brennstoffe. Für die Beheizung von Häusern sind dabei Kohle, Erdöl und Erdgas relevant. Nicht erneuerbare Energieträger können nur einmal verwendet werden. Die Nachteile: Sie stehen in begrenzter Menge zur Verfügung, sie geben beim Verbrauch gesundheitsschädlcihe Stoffe ab und sie sind Schuld an der Klimaerwärmung.
 
Erneuerbare Energieträger: Diese stehen in unbegrenztem Maße zur Verfügung und schonen beim Verbrauch die Umwelt. Zu den erneuerbaren Energieträgern die für die Heizung von Häusern Bedeutung haben gehören: Sonne, Wind, Wind, Wasser, Erdwärme und Biomasse. 
 
Grundsätzlich stehen heute bei Einfamilienhäusern folgende Energieträger für Heizsysteme zur Verfügung: 
Holzheizung: Diese findet meist bei Kachelöfen oder Holzöfen in Form einer Beschickung mit Holzscheiten Anwendung. Sie eignet sich besonders als Zusatzheizung bei Einfamilienhäusern. Kachelöfen geben eine behagliche Wärme ab. Die Verwendung wird sich auch zukünftig nicht ändern.
 
Kohleheizung: Diese Art der Heizung gehört bei der Beheizung von Wohnungen und Häusern fast schon der Vergangenheit an. Kohle ist ein besonders unökologischer Brennstoff.
 
Pelletsheizung: Die Pelletsheizung ist heute schon weit verbreitet. Sie stellen heute eine gute Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen dar und sind automatisiert zu betreiben. Pellets gelten als ökologischer Brennstoff. Eine weitere Erhöhung der Anzahl der Installationen ist zu erwarten.
 
Ölheizung: Diese findet seit Jahrzehnten überall dort Ihre Anwendung, wo bisher keine günstigeren Heizsysteme wie beispielsweise Gas zur Verfügung standen. Öl ist allerdings ein teurer Rohstoff und fördert die Klimaerwärmung. In Zukunft werden Ölheizungen wohl generell durch andere Heizsysteme ersetzt werden.
 
Gasheizung: Überall dort, wo die Gasversorgung durch das öffentliche Versorgungsnetz angeboten wird, findet dieses Heizsystem fast ausschließlich seine Anwendung. Genauso wie Öl, ist Gas jedoch ebenso ein fossilier Brennstoff und fördert die Klimaerwärmung. Auch ist die stetige Versorgung für die Zukunft nicht absolut sicher. Auch Heizsysteme mit Gas werden im Einfamilienhausbau in Zukunft zunehmend durch alternative, ökologische Heizsysteme ersetzt oder zumindest ergänzt werden.
 
Fernwärmeheizung: Diese kommt bei Einfamilienhäusern kaum vor. Der Grund dafür ist im geringen Angebot durch die Versorgungsträger gegeben. Mit Fernwärme werden vor allem Gebiete mit dichter Bauweise versorgt. Dort wo eine Installation möglich ist, sollte sie in jedem Fall einer Gasheizung oder einer Ölheizung vorgezogen werden. Bei Wohnungen gewinnt die Fernwärmeheizung in Ballungsgebieten immer größere Bedeutung.
 
Stromheizung: Es handelt sich sicher um das bequemste Heizsystem überhaupt. Strom ist jedoch teuer. Strom für die Heizung von Häusern und Wohnungen zu verwenden ist absolut unökologisch.
 
Wärmepumpen: Die Verwendung von Wärmepumpen für die Beheizung von Häusern ist heute schon weit verbreitet. Die Wärmegewinnung erfolgt aus der Erdwärme. Nachdem Wärmepumpen mit Strom betrieben werden, sollten Sie nur in Kombination mit einem eigenen Stromerzeugungssystem verwendet werden. Dafür eignen sich Photovoltaik Anlagen und auch in zunehmendem Maße Windstrom.
 
Solarheizung: Dieses Heizsystem ist heute weit verbreitet. Eine Solarheizung über Sonnenkollektoren eignet sich besonders in Kombination mit einer Niedertemperaturheizung und einem entsprechenden Pufferspeicher zur Beheizung von Häusern, aber auch zur Warmwasserbereitung. Nachdem in vielen Gebieten die Sonneneinstrahlung während der Heizperiode nicht ausreicht, werden Solarheizungen germne in Kombination mit anderen Heizsystemen verwendet. Hierbei bietet sich neben herkömmlichen Systemen besonders die Wärmepumpe als ergänzender Wärmelieferant an. Der dafür wieder benötigte Strom kann über ein eigenes Windkraftwerk erzeugt werden.
 
Bei den Heizsystemen für Wohnungen sowie Ein- und Mehrfamilienhäusern kann man wie folgt unterscheiden: 
Einzelofenheizung: Meist in Form eines Holzofens oder eines Kachelofens, aber auch Kohle- und Heizölöfen sowie Elektroradiatoren.
 
Etagenheizung: Diese Heizungsart wird vor allem in Altbauwohnungen zur Beheizung verwendet. Der Energieträger ist heute ausschließlich Gas.
 
Zentralheizungen mit Brennwerttechnik:
Diese sind in der Regel für Vorlauftemperaturen von ca. 70°C ausgelegt und werden meist mit Öl oder Gas, früher mit Kohle, betrieben. Die Raumwärme wird durch Wärmeabstrahlung von Heizungsradiatoren erzeugt.
 
Zentralheizungen mit Niedertemperaturtechnik:
Hier bei genügt eine Vorlauftemperatur von 35°C bis 55°C. Dadurch eignen sich solche Heizungen ideal für den Betrieb mit erneuerbaren Energien. Ebenso sind kombinierte Heizsysteme möglich. Die Raumwärme wird auch durch Wärmeabstrahlung von Heizungsradiatoren erzeugt, besser sind jedoch Flächenheizungen wie Fussboden- und/oder Wandheizungen. Kombinationen aller drei Arten sind möglich.
 
Kombinationen aus Zentralheizungen mit Brennwerttechnik und Heizungen mit erneuerbaren Energien im Niedertemperaturbereich:
Grundsätzlich ist jede Kombination möglich. Es müssen nur bei unterschiedlichen Vorlauftemperaturen getrennte Heizkreisläufe zur Verfügung stehen. Die Temperatur in den einzelnen Heizkreisläufen wird dann über elektronisch gesteuerte Motorventile angepasst. Zu beachten ist, dass alte Radiatoren nicht für den Betrieb im Niedertemperaturbereich geeignet sind.
 
Weitere Heizsysteme wie beispielsweise Gebläseheizungen, u.ä. haben sowohl bei Wohnungen als auch bei Ein- und Mehrfamilienhäusern keine Bedeutung und kommen vorwiegend bei Gewerbe- und Industrieimmobilien zur Anwendung.
  
Tipps:
Beim Neubau eines Hauses, sollte daher unbedingt auf die Intallation eines geeigneten ökologischen Heizsystems, welches mit erneuerbaren Energien betrieben wird, geachtet werden. Dies allein schon deshalb, um eine spätere, in jedem Fall teurere Nachrüstung infolge geänderter Vorschriften (siehe EU-Richtlinie) zu vermeiden. Dies bedeutet aber, dass schon bei der Wahl des Grundstücks und auch bei der Situierung des Hauses sowie bei der Wahl der Gebäudekonstruktion darauf geachtet werden muss, welches dieser Heizsysteme zur Anwendung kommen soll. 
 
Grundstück: Je nach Größe und Oberflächenneigung und Beschaffenheit, entscheidet sich hier schon, ob eine Wärmepumpe mit einem horizontal verlegten Rohrsystem Verwendung finden kann, oder ob Erdsonden zur Anwendung kommen müssen. Auch kann eine "Grundwasser Wärmepumpe" natürlich nur dort installiert werden, wo auch Grundwasser oberflächennah zur Verfügung steht.
Die Lage des Grundstücks, ob Sonnenlage und oder eine windbegünstigte Lage, entscheidet im Weiteren darüber, ob Sonnenkollektoren, eine Photovoltaik Anlage bzw. Windstrom überhaupt wirtschaftlich zum Einsatz kommen können.
 
Haus: Beim Hausbau ist schon die Situierung und die Wahl der Gebäudeausführung bestimmend, ob ausreichende Flächen für die Montage von Sonnenkollektoren bzw. einer Photovoltaik Anlage zur Verfügung stehen und ob diese Flächen auch zur Sonne hin ausgerichtet sind. Bei einem Beabsichtigten Aufbau einer "Windstrom-Kompaktanlage" auf dem Dach des Hauses, sollte direkt unterhalb Platz für die Installation der benötigten Aggregate, wie Gleichrichter und Wechselgleichrichter, eingeplant werden.