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Dächer und Dachformen:

Das Dach ist eines der wichtigsten Bauelemente bei einem Haus. Ein Dach über dem Kopf zu haben, ist sein jeher ein Grundbedürfnis der Menschen. Das Dach eines Hauses hat die wesentliche Aufgabe, Niederschläge am Eindringen in das Hausinnere zu verhindern. Das Streben nach zusätzlicher Raumnutzung (Dachbodenausbau) und architektonische Gesichtspunkte stellen heute weitere erhöhte Anforderungen an die seit Jahrhunderten bewährten Konstruktionen. 
 
Grundsätzlich ist bei Häusern zwischen folgenden Dachfomen zu unterscheiden: 

Flachdach:

 
Flachdächer haben keine oder nur eine kleine Neigung bis ca. 5 Grad. Sie haben Vorteile gegenüber den sonst bei Häusern meist verwendeten Steildächern:
Geringeres Gewicht der Konstruktion, Nutzungsmöglichkeit als Dachterrasse, Platz für technische Aggregate sowie für Solarpanele, leichte Erweiterbarkeit bei späteren Zubauten. Siehe auch: Umkehrdach.


Pultdach:



Es handelt sich dabei um ein Dach mit nur einer geneigten Dachfläche mit meist geringer Neigung, die vom Dachfirst, der Dachtraufe und dem Ortgang begrenzt werden.
Bei der entsprechender Ausrichtung können hier in idealer Weise Sonnenkollektoren angebracht werden.

 

Sattel- Giebeldach:



Es ist die am häufigsten vorkommende Dachform. Es ist in seiner Herstellung relativ einfach. Die Dachneigung beträgt in der Regel 30 - 60 Grad. Je nach Konstruktionsart des Dachstuhls unterscheidet man zwischen: Einfachem Sparrendach, Kehlbalkendach, Kehlbalkendach mit Kniestock, Pfettendach mit doppelt stehendem Stuhl oder Brettelbinderausführung.

 

Walmdach:

Die Konstruktionsart ist ähnlich wie bei einem Satteldach. Statt der Giebelmauern erfolgt hier jedoch jeweils die Ausbildung eines "Walmes".

 


Krüppelwalmdach:


Es handelt sich vom optischen Eindruck um eine Mischform zwischen Satteldach und Walmdach. Tatsächlich ist es jedoch so, dass mit der Walmausbildung der Giebel vor Witterungseinflüssen geschützt werden soll.

 

Mansarddach:



Es kann grundsätzlich als Mansardgiebeldach oder als Mansardwalmdach ausgeführt werden. Die Dachflächen sind unterschiedlich geneigt und lassen eine optimale Raumnutzung bei einem Dachgeschossausbau zu.
Bei der entsprechender Ausrichtung können hier in idealer Weise Sonnenkollektoren angebracht werden.

 

Zeltdach:

Eine heute, aufgrund erhöhter architektonischer Anforderungen bei Häusern, bedingt durch die Erforderniss eines quadratischen Grundrisses, kaum mehr verwendete Dachform.
 

Sonderformen: Sheddach, Kreuzdach, Schleppdach, Fusswalmdach, Grabendach, Paralleldach, Zwerchdach, u.a.

 

 

Weitere Unterscheidungskriterien der Dachkonstruktionen: 

Warmdach: Beim Warmdach ist die Dachhaut diekt über der Wärmedämmung angeordnet. 

Kaltdach: Das Kaltdach wird meistens als Steildach ausgeführt. Der unbeheizte Dachboden wird von der Aussenluft durchlüftet. Die Wärmedämmung wird dabei auf der obersten Geschossdecke des Hauses verlegt.  

Umkehrdach: Beim Umkehrdach handelt es sich um eine weit verbreitete Flachdachkonstruktion die sowohl bei Häusern als auch bei Gewerbeimmobilien Anwendung findet. Die Dachhaut wird dabei über der Rohdecke verlegt. Darüber wird dann Wärmedämmung angeordnet.

 

Fachbezeichnungen:
 

 

Giebel: Es handelt sich um die Wandfläche eines Hauses an der Vorderseite des Daches - Giebeldreieck. Wenn man die darunter liegende Wand mit einbezieht dann spricht man von einer Giebelwand.
 
Ortgang: Als Ortgang bezeichnet man den Dachrand im Bereich des Giebels, also die seitliche Begrenzung des Daches.
 
Traufe: Es ist dies die Tropfkante vom Dach eines Hauses. Hier wird bei einem Steildach die Dachrinne befestigt.
 
First: Als First bzw. Dachfirst wird die obere Begrenzungskante eines Daches bezeichnet.
 
Grat: Der Grat bzw. Dachgrat ist diejenige Kante von zwei Dachflächen die eine Außenecke bildet.
 
Kehle: Die Kehle ist die Schnittlinie zweier Dachflächen die eine Innenecke bildet
 
Walm: Es ist diejenige Dachfläche die sich auf der kurzen Seite des Hauses befindet. Bei einem Walmdach ersetzt der Walm den Giebel. Bei einem Krüppelwalmdach bleibt ein trapezförmiger Giebel erhalten.

Dachgauben: Es handelt sich dabei um Dachaufbauten in der geneigten Fläche von Dächern. Siehe: Dachgauben